03-Sizilien | Tag 02 | Strand, Spritz & Streichelhunde
Ciao e buongiorno zum zweiten Tag bei unserem Inselabenteuer am südlichsten aller Süditaliens.
Nach dem doch relativ aufregenden Tag inklusive Kulturschock gestern, dachten wir uns heute mal: etwas Ruhe und Gelassenheit würde uns sicher einmal gut tun. Also los geht’s zum Strand – und in alter Hausmeister-Manier einfach mal die Seele baumeln lassen und das gute Wetter, den Strand und das Wasser genießen.
Nach einem offenbar typisch italienischen Frühstück (sehr mehlspeisenlastig und fettig) im Hotel machten wir uns wieder auf den Weg runter zum Strand und suchten uns zwei Liegen samt Sonnenschirm, um den Tag zu genießen. Zum Glück mussten wir nicht lange suchen und durften für 40 € eine chillige Lounge mit auf Abruf bereitem Kellner beziehen.
Dank meiner grandiosen Fähigkeiten und dreijähriger Italienischausbildung war die Kommunikation natürlich kein Problem für uns (danke, Google Translate). Die Antworten von ihnen – allerdings in typisch italienisch schneller Manier – waren dennoch eine Herausforderung. Aber der Kontext half uns dann doch, die einzelnen verstandenen Bruchteile einzuordnen.
Was kann ich euch zum Strand und Meer sagen … gefühlt kann man gut 200 Meter ins Meer gehen, und trotzdem reicht es nur bis zum Knie. Wie bereits gestern beschrieben, gibt es arge Temperaturunterschiede, und das Seegras lässt einem hier und da auch nur begrenzte Wege zum Gehen. Nachdem ich eine kleine Seeschlange im Gras entdeckt hatte, wollten wir uns dann doch lieber etwas weiter weg bewegen 😉
Die Fische – oder besser gesagt Fischchen – sind wieder ein anderes Kaliber. Auf gut Österreichisch: Die scheißen sich nix. Warum Leute für Pediküre zahlen, ist mir ein Rätsel. Einfach in Sizilien ins Meer gehen – die knabbern dir hier umsonst die Hornhaut ab, auch wenn das vielleicht anfänglich zur einen oder anderen Schrecksekunde führte.
Wir genossen also den Tag und bestellten uns diverse Spritz, Bier (trinkbar, aber kommt nicht unter die Favoriten) und Vino Bianco, sowie eine gute Portion Pommes inkl. (echt geiler) Zitronenmayonnaise.



Was ebenfalls eine kleine Besonderheit im Vergleich zu bei uns sein dürfte: dass hier viele Hunde einfach den Strand auf- und ablaufen. Viele von ihnen haben allerdings auch Halsbänder, wodurch wir nicht annehmen, dass sie alle Streuner sind.
Da Mili und ich große Hundeliebhaber sind, konnten wir natürlich nicht anders und mussten sie streicheln. Eine Labrador-Hündin war besonders zutraulich – und schon saß sie auf unseren Füßen und forderte ihre Streicheleinheiten ein. Wir nannten sie Bella und sie lief uns im Laufe des Tages immer wieder über den Weg.


Gegen vier waren wir gefühlt schon ziemlich verbrannt (man sollte hier eindeutig nicht in der Sonne einschlafen) und verlagerten unseren Liegeplatz zurück in die Poolanlage im Hotel. Nach ein paar weiteren Stunden meldete sich allerdings der Hunger, und so machten wir uns fertig und auf die Suche nach einer Möglichkeit, gut essen zu gehen.
Wir wurden unweit unseres Hotels (natürlich wieder den Berg hinunter) fündig und gönnten uns bei wunderbarem Blick über das Meer einen grandiosen Meeresfrüchtesalat zum Starten (leider war der Hunger schneller als der Gedanke, ein Foto zu machen), sowie Pasta mit Basilikum-Pistazien-Pesto und Lachs für Mili und ein unfassbar gutes Thunfischsteak mit sizilianischen Zwiebeln für mich. Abgerundet natürlich wieder mit einem Weißwein – und Cola für Mili 😉




Schließlich beschlossen wir unseren Plan für morgen – einem Besuch im Valle dei Templi – und kehrten in unser Hotel zurück. Auch wenn wir uns heute nicht besonders angestrengt hatten, waren wir durch die Sonne etwas erledigt und gönnten uns relativ schnell unseren Schönheitsschlaf.
In diesem Sinne: Buonanotte e ci vediamo domani!