Dubai

01-Dubai | Tag 04 | Wüstensafari, VIP-Genuss und Seidldonnerstag

Tag 4: Ein wüstenheißer Traum voller Spaß, Speed und Sonnenuntergang

Auch heute starteten wir unseren Tag in aller Ruhe mit einem reichhaltigen Frühstück im Hotel. Da unsere Abholung zur langersehnten Wüstensafari erst für 14:00 Uhr angesetzt war, gönnten wir uns vorher noch ein wenig Entspannung am Rooftop-Pool. Der Ausblick hatte auch bei Tag seinen eigenen Charme, und es war unterhaltsam, den zahllosen Kränen zuzusehen, die rundherum weiterhin Hochhäuser in die Höhe schraubten. Aber der wahre Höhepunkt des Tages erwartete uns noch.

Aufbruch in die Wüste – in Begleitung unserer liebsten Nachbarschaft

Um Punkt 14:00 Uhr wartete dann unser Fahrer unten vor dem Hotel – in einem schicken Toyota Land Cruiser. Für europäische Verhältnisse ein echtes Luxusmodell, das hier als Alltagsauto durchgeht. Auf dem Weg ins Camp, das „Bassata Village“ in der Wüste, sammelten wir noch eine vierköpfige Familie ein. Schon bevor die Familie ein Wort gesagt hatte, war klar: Unsere „Lieblingsnachbarn“. Man erkennt sie halt immer, egal wo auf der Welt!

Die Fahrt war wieder einmal ein Erlebnis für sich. Unsere Route zur Wüste führte durch die immer dichteren Staus, und ich lernte eine neue, dubai-typische Methode, wie man hier Staus umgeht: Warnblinker an und ab auf die Sperrfläche – und das Beste, vorne wurde uns tatsächlich wieder Platz gemacht, um in die Spur zu wechseln! Daheim wäre das undenkbar. Der letzte Teil der Strecke führte über holprige Wüstenpisten, und unser Fahrer kannte jede Bodenwelle wie seine Westentasche. Ich fühlte mich wie im Actionfilm, die anderen Passagiere eher nicht – sorry, Mili, nie wieder Beschwerden über meine sportliche Fahrweise zu Hause! 😉

Angekommen im Camp: VIP-Bänder und ein authentischer Look

Das Camp war wie aus einem Film – ein idyllisches arabisches Zeltlager inmitten der Wüste. Kaum ausgestiegen, kam schon der erste Guide auf uns zu, überreichte uns VIP-Bänder und stellte sich als eine Art persönlicher Butler vor. Kurz darauf tauchte auch schon ein Händler auf und fragte, ob wir eine Kufiya (Kopftuch) und eine Abaya (Kleid) kaufen möchten. Da das schon lange auf meiner Liste stand, war ich sofort dabei und bekam das traditionelle Tuch samt Agal (Kopfring) professionell gebunden. Auch Mili konnte sich endlich ihre Abaya schnappen, natürlich zum Touristen-Tarif – aber wir wissen ja, wie das läuft.

Kamelreiten und der Traum vom Buggy-Drift

Zuerst ging es auf den Rücken eines Kamels für eine kleine Runde durch den Sand – ein Erlebnis, das selbst bei mir Kindheitsträume weckte. Doch dann war es Zeit für das große Abenteuer: die erste motorisierte Runde mit einem 1000ccm-Buggy. Nach einer kurzen, unkomplizierten Einweisung saßen wir schon hinterm Steuer und starteten im Konvoi mit zwei anderen Buggys quer durch die Wüste. Mili konnte die Aussicht genießen, während ich mich auf die Strecke konzentrierte – und meine inneren Drift-Instinkte. Die Off-Road-Fahrt und die Verbote des Instruktors schränkten mich nicht ein: Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, den ein oder anderen Schlenker einzulegen. Hätte ich keinen Helm getragen, hätte man meinen Grinser vermutlich vom Mond aus gesehen – hier wird das Kind im Manne wach.

Nach etwa 15 Minuten machten wir eine kleine Pause, um etwas zu trinken (man mag es nicht glauben, aber so ein Buggy wird echt heiß und staubig) und Fotos zu schießen. Da tauchte – wie könnte es anders sein – ein Fotograf auf. Nach unserem letzten Fotofiasko im Burj Khalifa waren wir skeptisch, aber er versicherte uns mehrmals, dass wir nicht kaufen müssten. Die Fotos waren wirklich gut (vielleicht wurden dann doch wieder welche gekauft), also ließen wir uns darauf ein und machten uns anschließend auf die Rückfahrt, diesmal über eine andere Route.

Jeep-Fahren in der Wüste – mit Lob vom Guide

Zurück im Camp erwartete uns die nächste Herausforderung: Das Steuer eines Jeep Wranglers, diesmal in Begleitung unseres Guides im eigenen Land Cruiser. Nachdem er mein Fahrverhalten schnell einschätzte, führte er uns über anspruchsvollere Passagen, und ich fühlte mich wie ein echter Wüstenprofi. Der Sonnenuntergang, der langsam den Sand in ein warmes Rot tauchte, machte das Erlebnis perfekt. Nach dieser etwa halbstündigen Fahrt durfte ich mir dann sogar ein Lob für meine Fahrkünste abholen. Ich muss jedoch zugeben, es fährt sich leichter und “gestörter” wenn man weiß, das Auto ist dafür ausgelegt und es gehört einem nicht 😉

Sandboarding und VIP-Genuss im Camp

Zurück im Camp hatten wir die Möglichkeit, uns am Sandboarding zu versuchen. Nach einigem Zusehen entschied ich mich jedoch dagegen. Es sah aus, als ob niemand so wirklich vom Fleck kam, und als passionierter Snowboarder dachte ich mir, dass es ähnlich bei mir enden würde.

Schließlich wurde es dunkel, und wir nahmen auf der VIP-Tribüne Platz, wo unser Buffet – natürlich ein eigenes, exklusives – eröffnet wurde. Das Essen bot eine Vielfalt an arabischen Köstlichkeiten, und währenddessen genossen wir eine Show mit Bauchtänzerinnen, traditionellem arabischen Tanz und einer beeindruckenden Feuershow. Die Animateure waren bemüht, das „niedere Fußvolk“ ebenfalls zum Tanzen zu bewegen, während wir uns das Schauspiel entspannt von oben ansahen.

Rückfahrt und Rooftop-Feier zum Seidldonnerstag

Gegen 20:30 Uhr neigte sich der Abend dem Ende zu, und es ging zurück ins Hotel – natürlich nicht ohne die waghalsigen Überholmanöver und Drängeleien, die man von Dubai’s Straßen gewohnt ist. Zurück im Hotel beschlossen wir, den Abend mit einem Cocktail in der Rooftop-Bar ausklingen zu lassen. Da heute Donnerstag war, ließ ich mir zudem die Gelegenheit nicht entgehen, mir ein Bier zu bestellen und virtuell mit meinen Freunden auf den „Heiligen Seidldonnerstag“ anzustoßen – Prost.

Morgen steht ein erholsamer Tag ohne Pläne auf dem Programm – genau das Richtige nach dem heutigen Abenteuer. Ich bin gespannt, wie uns Dubai morgen überraschen wird!

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